Liebe Leserinnen und Leser

Die Ärzteschaft arbeitet vernetzt. So finden Sie in dieser Nummer interessante Artikel von «Gsünder Basel» und von der Diabetesgesellschaft. Bewegung und Ernährung gehören neben Tabak und Alkohol zu den grossen vier Faktoren, mit welchen wir unsere Lebensqualität massgeblich beeinflussen können. In Europa und in der Schweiz konnte gezeigt werden, dass Nichtrauchen, Alkohol mit Mass, ein Körpergewicht bis zu einem BMI von 30 und 30 Minuten körperliche Aktivität, bei der man leicht ins Atmen kommt, im Schnitt zu 10 bis 15 Jahren längerem Leben in guter Qualität führen. Vernetztes Arbeiten ist auch im sozialen Bereich notwendig. Falls Sie in der Pflege Angehöriger privat engagiert und gefordert sind, informieren Sie sich in dieser Synapse über entsprechende Hilfestellungen, die Sie bei Bedarf organisieren können. Auch können Sie vorsorgen, wenn Sie sich Gedanken machen, wie Sie Ihre gesundheitlichen Probleme geregelt haben wollen, für den Fall, dass es Ihnen auf einmal nicht mehr gutgehen würde, ja Sie Mühe hätten, Ihren Willen mitzuteilen: Patientenverfügung lautet das Stichwort. Diese können Sie gern mit Ihrem Hausarzt besprechen. Auch wir brauchen Ihre Hilfe: Wie Sie aus dem Artikel über die «Workforce Studie» erfahren, werden wir in den nächsten 5 bis 15 Jahren mit einem spürbaren Mangel an Hausärztinnen und Hausärzten konfrontiert. Die Politik ist gefordert und muss vielleicht noch etwas geweckt werden, lieber früher als später: Die Ausbildung einer Hausärztin oder eines Hausarztes ab Studienbeginn nimmt gut 12 Jahre in Anspruch. Praxisassistenzstellen, die Verbesserung der Stellung der medizinischen Praxisassistentinnen und die Schaffung der entsprechenden Rahmenbedingungen würden dem sich abzeichnenden Mangel etwas entgegenwirken. Bei den Spezialisten muss mit einer ähnlichen Situation gerechnet werden, wenn auch ein paar Jahre später. An sich hätten wir in der Schweiz genug Geld, um unseren eigenen Nachwuchs auszubilden. 100 Millionen Franken wurden vom Bundesrat im Rahmen eines Sonderprogramms für die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten in der Schweiz gesprochen. Sie scheinen allerdings ihren Weg noch nicht dahin gefunden zu haben, wo sie eigentlich benötigt werden. Verzögerungen zeichnen sich ab. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

Dr. med. Carlos Quinto

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